Projektbericht zu Kultur macht Stark –  Neugier fördern – gegenseitigen Respekt erhalten (kostenloser Download)

Projektbericht zu Kultur macht Stark – Neugier fördern – gegenseitigen Respekt erhalten (kostenloser Download)

Im Jahr 2019 fanden zwei Projekte statt:

NEUGIER FÖRDERN UND GEGENSEITIGEN RESPEKT ERHALTEN

Dieses Projekt für Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren hat sich mit zwei Themenfeldern beschäftigt. Zum einen mit einem Klangbild der Musik verschiedener Kulturen. So beschäftigten sich die Jugendlichen mit Klängen aus der Heimat, mit deutschsprachiger Musik und den persönlichen Lieblingsmusikern. Hören, selbst musizieren und Erlebtes in Bildern ausdrücken, ließ einen Prozess ohne Einschränkung und Beurteilung zu. Die Erfahrung des Selbermachens verdrängt das Abhängigsein von Umständen außerhalb des eigenen Einflusses.

Zudem thematisierten sie den Umgang mit digitalen Inhalten, sowie den Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten der neuen Medien. In Gesprächen reflektierten die Jugendlichen Muster des Denkens, Handelns und der Selbst- und Weltwahrnehmung als Einfluss auf die Identitätsbildung. Im Ergebnis wurden selbst aufgestellte Regeln im Umgang mit eigenen Mediengeräten gefunden.

KULTUR VERSTEHEN – KULTUR LEBEN

Kinder im Alter von 8-12 Jahren stellten sich die Fragen: Was ist Heimat für mich? Kann es mehr als eine Heimat geben? Das Projekt wurde durchgeführt im Stadtteil Hainholz. Dies ist ein besonders strukturschwacher Stadtteil Hannovers. Der Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund liegt bei 40%, oft in kinderreichen Familien. Die Langzeitarbeitslosigkeit liegt bei 47%. Die erkennbare soziale Erosion wird durch Gemeinwesenprojekte aufgehalten. Kultur verstehen – Kultur leben war ein kulturelles Angebot gezielt für Kinder und Jugendliche aus Familien mit und ohne Migrationserfahrung. In der gemeinsamen Auseinandersetzung über den Begriff Heimat und das erleben unterschiedlicher kultureller Identitäten wurde spielerisch und künstlerisch über „alte“ und „neue“ Heimat nachgedacht.

Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen nannten Deutsch-land, Irak, Syrien, Libanon und die Türkei als Orte ihrer Herkunft. Über Geografie, und dann auch Malen, Basteln, Musik und Tanz setzten sich die Kinder und Jugendlichen mit Vorurteilen und Arten von Ausgrenzung und Gewalt auseinander und entwickelten, bzw. festigten dabei eine Empathie und positive Haltung gegenüber kultureller Vielfalt. Kulturübergreifende Freundschaften entstanden.

Die Zeitschrift mit den Projekt-Impressionen können Sie hier kostenlos downloaden.

KULTUR VERSTEHEN – KULTUR LEBEN (TEIL II)
(Dezember 2018 – Mai 2019)
ÇANDÊ NASBIK – ÇANDÊ BIJÎ
(Kanun 2018 – Gulan 2019)
NEUGIER FÖRDERN – RESPEKT ERHALTEN (Teil III)
(Mai 2019 – November 2019)
OMDIYÊ AVBIDE Û RÊZGIRTINÊ BIDESTBIXE!
(Gulan 2018 – Mijdar 2019)
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